Südtirols Fischarten und Fischbestände

Der Großteil der Bäche, Flüsse und Gebirgsseen in Südtirol zählt zu den Salmonidengewässern und ist überwiegend mit Forellen besetzt. Der Leitfisch der Gebirgsbäche ist die Bachforelle. In den Hauptgewässern Etsch, Passer, Eisack und Rienz sowie im Unterlauf von deren Zuflüssen dominiert hingegen die marmorierte Forelle. In den zahlreichen Gebirgsseen findet man hauptsächlich schön gezeichnetet Seesaiblinge.

 

Marmorierte Forelle
Lorenzo Piovesan – Fiume Piave (BL)

Marmorierte Forelle

Die Marmorierte Forelle oder Marmorataforelle (Salmo trutta marmoratus) ist eine im Süßwasser lebende, großwüchsige Unterart der Forelle (Salmo trutta) und gilt als Königin der Forellen und gehört zur Familie der Salmoniden. Sie kommt ausschließlich in großen Fließgewässern und Nebenflüssen vor, die in die nördliche Adria entwässern. Die Marmorierte Forelle hat als Jungfisch einen schlanken Körper, der mit zunehmendem Alter etwas untersetzt wird. Die Schwanzflosse ist deutlich dicker als bei den übrigen Salmoniden. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper größer, breiter und spitzer als bei der nahe verwandten Bachforelle. Die Grundfärbung des Körpers reicht von einem hellen Beige über Gelb, Gold oder Bronze bis zu einem dunklen Braun. Am Bauch meist sehr hell bis fast weißlich gefärbt, an den Flanken intensiver und am Rücken kräftig mit der typischen Marmorierung, die an den Flanken beginnt und ebenfalls am Rücken ausgeprägter wird.

Die Marmorierte Forelle kann über 10 Jahre alt werden und eine Körperlänge von 1,20 Meter erreichen. Das größte, tot aufgefundene weibliche Exemplar wog 24 kg, jedoch gibt es Berichte über Fänge bis 30 kg (Quelle: wikipedia.de)

Mormorierte Forelle auf wikipedia.de

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Äsche
www.wikipedia.org

Äsche

Die Europäische Äsche (Thymallus thymallus) ist ein Knochenfisch aus der Familie Salmonidae.
Besondere Merkmale der Äsche sind die nach vorne spitz zulaufenden Pupillen, die große Rückenflosse (Fahne) und große Rundschuppen. Die Rückenflosse auch Äschenfahne genannt, ist bei den männlichen Äschen stärker nach hinten ausgezogen als bei den Weibchen und verläuft farblich nach oben hin ins Rot.
Das Gewicht der ausgewachsenen Äsche beträgt etwa 500 bis 1500 Gramm; die Länge der ausgewachsenen Äsche liegt in der Regel zwischen 30 und 50 Zentimeter. Besonders große Exemplare können bis zu 3000 Gramm schwer und bis zu 60 Zentimeter lang werden.

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Bachforelle
Stefan Weigel – Eigenes Werk

Bachforelle

Die Bachforelle (Salmo trutta fario) ist ein zu den Salmoniden zählender Raubfisch und eine Unterart der Forelle. Oft wird sie auch als Flussforelle, Bergforelle oder Fario bezeichnet. Typisch ist ihr langgestreckter, spindelförmiger, seitlich etwas zusammengedrückter Körper, der eher gedrungen als schlank wirkt. Ein weiteres Merkmal ist auch die olivfarbene ins rötlich auslaufende Fettlfosse ohne Flossenstrahlen die sich zwischen Rücken- und Schwanzflosse befindet. Die Färbung ist je nach Standort stark wechselnd, Ihr Rücken ist oliv-schwarzbraun und silbrig blau, bauchwärts treten rote Flecken (Jungfische im ersten Lebensjahr ohne rote Tupfen) mit hellem Rand auf, die Bauchseite ist weißgelb. Die Bachforelle erreicht in der Regel ein Gewicht von bis zu zwei Kilogramm und werden je nach Nahrungsangebot 20 bis 80 Zentimeter lang.

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Regenbogenforelle
Engbretson, Eric / U.S. Fish and Wildlife Service

Regenbogenforelle

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) ist ein aus Nordamerika stammender, raschwüchsiger Raubfisch der zu den Salmoniden zählt und mittlerweile in ganz Europa verbreitet ist. In der äußeren Körperform der Bachforelle sehr ähnlich, jedoch deutlich anders gefärbt. Die Regenbogenforelle weist keine roten Punkte auf, der Rücken leuchtet dunkelgrün, hellgrün oder braungrün, je nach Standort. Die Flanken sind etwas heller und der Bauch weiß bis silberweiß. Der ganze Körper einschließlich Kopf, Rücken-, Schwanz-, und Fettlosse ist mit vielen schwarzen Punkten gesprenkelt, nicht aber die Unterseite des Bauches. Typisches Merkmal und Namensgeber der Regenbogenforelle sind die längs der Seitenlinie breiten in Regenbogenfarben schimmernden Streifen. Regenbogenforellen werden bis zu 80 cm lang und 10 kg schwer.

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Seeforelle
Karelj – Eigenes Werk

Seeforelle

Als Seeforelle wird eine in großen, sauerstoffreichen Seen lebende großwüchsige Form der Forelle (Salmo trutta) bezeichnet. Gedrungener, walzenförmiger, im Alter hochrückiger Körper, großer Kopf und die Maulspalte reicht bis hinter die Augen. Typische Salmoniden-Fettlosse. Alte Männchen weisen oft einen stark nach oben gebogenen Unterkiefer vor, den so genannten „Laichhaken“ und sind hochrückiger als junge Seeforellen. Farblich ist der Rücken grüngrau bis braungrau, die Flanken meist silberhell oder hellgrün mit zahlreichen stern- oder x-förmigen schwarzen Flecken und der Bauch weißlich. Oft auch bräunliche oder orangefarbene Flecken. Seeforellen erreichen Längen von 40 bis 80 cm und werden bis zu 6 kg schwer.

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Bachsaibling
Karelj – Eigenes Werk

Bachsaibling

Der Bachsaibling (Salvelinus fontinalis) gehört zur Familie der Salmoniden und wurde aus Nordamerika eingeführt. In der äußeren Form der Bachforelle ähnlich, jedoch als Saibling aufgrund der hellen Punkten leicht von den Forellen (dunkle Punkte) zu unterscheiden.
Typisch auch die markante schwarz weiße Einrahmung der Bauch-, Brust- und Afterlossen. Der Rücken färbt dunkelbraun oder dunkelolivgrün mit hellerer oft bläulich-grüner Marmorierung. Die helleren Flanken sind gezeichnet mit gelblichen und roten, oft bläulich umrandeten Punkten. Zur Laichzeit ist der Milchner am Bauch orangerot. Das Maul ist bis hinter die großen bräunlich-gelben Augen gespalten. Die Bachforelle wird bis zu 60 Zentimetern groß und der Fisch wird zumeist nicht über zwei Kilogramm schwer.

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Fischbestand Südtirol Seesaibling
Seesaibling | Foto: www.hauer-naturfoto.at

Seesaibling

Der Seesaibling (Salvelinus alpinus) wird auch Wandersaibling oder Rotforelle genannt und gehört zur Familie der Salmoniden. In der äußeren Form der Forelle sehr ähnlich mit Gestrecktem, schlankem Körper, im Alter gedrungen, manchmal plump. Das stark bezahnte Maul ist bis hinter die großen, bräunlich-gelben Augen gespalten. Färbung je nach Standort, Alter und Form. Rücken meist graugrün, blaugrün oder bräunlich. Die Flanken sind heller mit blassroten oder weißlichen Tupfen. Jungische bis zum dritten Lebensjahr tragen dunkle Querbinden. Bauch gelblich-weiß in der Laichzeit auch oft orangerot. Die typischen karminroten Brust- und Bauchlossen sowie die Afterlosse sind mit einem weißen Vorderrand gesäumt. Die Bauchflossen stehen unter der Rückenflosse, die Schwanzflosse ist leicht eingeschnitten. Wiederum typisch die Fettflosse und der Laichhaken bei alten Männchen.
Seesaiblinge werden 40 bis 75 Zentimeter lang und bis zu 6 kg schwer und gelten mit bis zu 40 Jahren als langlebig.

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